Textressort - Storytelling

© Florian von Ploetz
Interviews

10 Fragen an… Gaunerliebchen alias Anja Clarissa Gilles

Emigrierte Schwäbin, Exzessive Berlinerin

Anja Clarissa Gilles (47) lebt seit drei Jahren mit ihren zwei Kindern (13 und 16) und Hund Bailey im Kiez Onkel-Toms-Hütte. „Es war schwierig etwas in Zehlendorf zu finden, aber hier fühle ich mich sehr wohl und angekommen!“ Anja wächst in dörflichen Strukturen auf, nach dem Abi’ 1988 kommt sie nach Berlin. Sie will Regisseurin werden, bewusst nicht in Fußtapfen des Vaters treten, ein Musiker. Schnell schmeißt sie das Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte jedoch wieder: „Ich habe einfach gemacht, wo es mich hingetrieben hat.“ Als Gasthörerin belegt sie Kurse an der HdK. „Einar Schleef, ein ganz fantastischer Regisseur aus dem Osten,“ bringt sie dann doch zur Musik.

Gaunerliebchen und Komplizen
© Max Schwarzlose

Eintauchen in die Berliner Musikszene

Anfang der 90er gründet Anja die Band „Das Holz“, spielt erfolgreich als Vorband von Annie Lennox oder Element of Crime. „Wir waren Ziehkinder von Sven Regener, auch so ein altes Westberliner Kulturgut…“ Parallel schließt Anja das Grundstudium der Schulmusik mit Bravour, kehrt der Uni jedoch erneut den Rücken. Von 1994-99 ist sie dauerndes Bandmitglied bei den 17 Hippies, einer zwölfköpfigen Berliner Band.

Dann war’s vorbei mit Rock n Roll!

Die Beziehung zum Schauspieler Michael von Au, dem Vater ihrer Tochter, hält nicht auf Dauer. 2002 heiratet Anja einen Herrn Gilles, von dem auch ihr Nachname stammt. Sie bekommen einen Sohn und Anja beginnt eine eher häusliche Karriere: „Seitdem produzierte ich Hörbücher für Kinder und Jugendliche, schreibe erfolgreich Sounds zu den Geschichten Liliane Susewind (http://www.liliane-susewind.de/), ein Herzensprojekt!“ Als ob das nicht alles schon genug sei, hat Anja nebenbei noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht und spielt seit zehn Jahren in der Band Colinda Louisiana Musik…

Anja Clarissa Gilles von Max Schwarzlose
© Max Schwarzlose
  1. Das muss man in Zehlendorf gesehen haben… Den uralt Bootsverleih am Schlachtensee
  2. Mein Geheimtipp für einen Dienstleister in Zehlendorf ist… Die Pommesbude an der Krummen Lanke
  3. Mein Geheimtipp für einen Einzelhändler in Zehlendorf ist… Natürlich der Fahrradladen von meinem Mit-gauner und musikalischem Freund Andreas Binder am Mexikoplatz!
  4. Mein Lieblingsrestaurant in Zehlendorf ist… Seehase am Wannsee, weil…immer die Sonne scheint wenn ich da bin und ich mich sofort wie im Urlaub fühle.
  5. Mein Lieblingsbäcker in Zehlendorf ist… „Milch & Honig“, weil die Zimtschnecken und einfach jeder Kuchen da unbeschreiblich gut schmecken!
  6. Was gibt’s in Zehlendorf, was es woanders nicht gibt? Lauter nette Hundebesitzer 😉
  7. Von diesem Ereignis in Zehlendorf werde ich noch meinen Enkeln erzählen… to be announced
  8. An diesem Ort sollte die Stadt Berlin in Zehlendorf dorf investieren, weil… Fahrradwege schön machen und Bäume dafür trotzdem stehen lassen! Also vielleicht Fahrradspuren auf den Strassen, wo es geht…
  9. Hier kann man sich in Zehlendorf auch nach 21 Uhr gut und gerne aufhalten… Da würde ich dann nach Kleinmachnow in die Neuen Kammerspiele fahren, sorry.
  10. Wenn ich eine Person, Sache oder Örtlichkeit nach Zehlendorf zaubern könnte, wäre das… Die Greendoor Bar aus der Winterfeldstrasse
© Max Schwarzlose
© Max Schwarzlose

Interview & Text: Sandy Bossier-Steuerwald; Foto 1 © Florian von Ploetz, Fotot 2-4 Max Schwarzlose

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